Sweet dreams

Hallo liebe KöchInnen,

es ist ja Sommer und es gibt so viel Obst, das gegessen werden will. Darum gibts heute eine Auswahl an Obstkuchen und einem Pudding.

Zuerst das leichteste von allem, nämlich der Kirschen-Grieß-Pudding. Dazu braucht ihr:

250ml MilchIMG_4313
35g Weizengrieß
1EL Zucker
1 halbe Vanilleschote
8 Kirschen

Zunächst werden die Kirschen gewaschen, entkernt und halbiert. Dann wird die Vanilleschote ausgeschabt und die Vanille zusammen mit der Schote und der Milch aufgekocht. Sobald die Milch kocht, nehmt ihr die Schote heraus und rührt den Zucker und den Grieß ein und lasst es nochmals aufkochen. Dann werden die Kirschen darunter gemischt, alles gut verrührt und in Gläser gefüllt. Ihr könnt den Pudding nun warm genießen oder abkühlen lassen. Beides schmeckt wirklich gut.

Mein zweites Rezept ist ein Topfen-Grieß-Kuchen mit Marillen (für meine deutsche LeserInnenschaft: Quark-Grieß-Kuchen mit Aprikosen). Hier die Zutaten:

8 Marillen (Aprikosen)IMG_20150719_124100860
3 Eier
60g Öl
500g Topfen (Quark)
80g Grieß
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 halbe Packung Backpulver
1 Prise Salz

Die Eier werden getrennt und das Eiklar mit der Prise Salz schaumig geschlagen. Die Marillen werden – wenn nötig – gewaschen und halbiert. Dann werden Eigelb und Zucker schaumig gerührt und das Öl hinzugegeben und alles wieder gut gemischt. Topfen und Vanillezucker werden hinzugefügt, dann wird der Grieß und das Backpulver untergerührt. Zuletzt wird der Eischaum untergehoben. Die Masse wird in eine geölte Kuchenform gestrichen  und mit den Marillenhälften belegt. Das ganze wird dann bei etwa 180°C (Ober- und Unterhitze) für etwa 40 Minuten gebacken. Für dieses wie für das vorige Rezept können auch andere Obstsorten verwendet werden.

Zuletzt will ich das Rezept eines Kuchens dazu geben, den ich letztens das erste Mal IMG_20150723_151120721gebacken habe und der der Traum meiner Kindheit ist, weil ihn meine Tante immer für uns gebacken hat; es geht um eine Ribiselschnitte (Johannisbeerschnitte). Hier wieder die Zutaten:

Für den Teig:
1 Tasse Mehl
1 halbe Tasse Zucker
1 halbe Tasse Öl
1 halbe Tasse Wasser
2 Eier
1 halbe Packung Backpulver

Für den Belag:
ca. 250g Ribisel (Johannisbeeren)
4 EL Ribiselmarmelade
3 Eiklar
3 EL Zucker

Zunächst wird der Teig hergestellt. Dazu werden die Eier getrennt und das Eiklar schaumig geschlagen. Das Eigelb wird mit dem Zucker schaumig geschlagen, dann werden zuerst Öl und am Ende das Wasser dazugemengt und jedesmal sehr gut verrührt. Am Ende mischt Ihr das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazu und hebt unter diesen Teig den Eischnee. Das ganze wird in eine Auflaufform gestrichen (vorher mit Öl ausstreichen oder mit Backpapier auskleiden) und bei 180°C Ober- und Unterhitze für etwa 30 Minuten gebacken (nach 10 Minuten Backzeit steckt mit einer Gabel regelmäßig in den Teig, damit er nicht zu sehr aufgeht). Wenn der TIMG_20150723_152526399eig durch ist (Stäbchenprobe), nehmt ihn aus dem Backrohr und lasst ihn abkühlen.
In der Zwischenzeit werden die Ribisel gewaschen und das Eiklar zunächst zu einem festen Schnee geschlagen. Dann wird der Zucker nach und nach untergerührt, bis er gut mit dem Eischnee vermischt ist. Wenn der Kuchen kühl ist (kann lauwarm sein), wird er mit Marmelade bestrichen und mit Ribiseln ausgelegt. Dann wird der Eischaum darauf schön verteilt und das ganze kommt nochmals für etwa 15 Minuten ins Backrohr. Es empfiehlt sich, immer ein Auge darauf zu haben, denn der Kuchen ist fertig, wenn der Eischaum gerade mal angebräunt ist.

Ich hoff, es schmeckt Euch so wie mir!

Süßes streichelt gern den Gaumen

Heute gibts wieder einmal Süßes, weil ich selbst in letzter Zeit so eine Lust darauf habe. Zunächst will ich Euch ein Rezept für einen süßen Hirse-Birnen-Auflauf vorstellen, der wirklich schön wärmt (auch wenn draußen fast schon Sommer ist):

Hier die Zutaten:

0,75l MilchIMG_3687
200g Hirse
3 EL Agavendicksaft (oder Zucker oder Honig)
3 Eier
3 reife Birnen
1 Zitrone
Gewürze (1 Prise Salz, wer will Kardamom, Nelken, Zimt,…je nach Geschmack)
Öl

Die Hirse wird zuerst in einem Sieb mit heißem Wasser gewaschen. Die Milch wird erhitzt und die Hirse eingestreut. Bei schwacher Hitze lässt man die Hirse quellen. Wenn sie fertig gequollen ist, werden 3 Eigelb, 3 EL Agavendicksaft, die Gewürze und die geriebene Schale der Zitrone zugegeben und alles verrührt. Dann wird das Eiweiß steif geschlagen und untergehoben. Die Birnen werden entkernt, geschält und gewürfelt.

Eine Auflaufform wird eingeölt und die Hälfte der Hirsemasse reingegeben. Dann verteilt man die Birnenstücke darauf und darüber wird die zweite Hälfte der Hirsemasse gegeben. Das ganze wird bei etwa 200°C (Ober- und Unterhitze) etwa 50 Minuten gebacken. Vor dem Essen kann der Auflauf noch mit Staubzucker bestreut werden.

Und schon sind wir beim zweiten Rezept, einem Heidelbeerkuchen. Diesmal hab ich einen Kuchen mit Speisestärke probiert. Das hab ich noch nie gemacht, es schmeckt sehr gut, aber der Kuchen ist irgendwie trockener als einer, den ich nur mit Mehl mache. Das tut der Qualität keinen Abbruch, ist aber anders. Trotzdem will ich Euch das Rezept nicht vorenthalten. Man kann den Kuchen auch mit jeder anderen Art von Obst machen.

Hier die Zutaten:IMG_3729

100g Heidelbeeren (oder anderes Obst)
3 Eier
100g Zucker
180g Öl (oder 200g Butter, je nachdem, was Euch lieber ist)
150g Mehl
1 halbe Pkg. Backpulver
100g Maisstärke

Die Eier werden mit dem Zucker und dem Öl schaumig geschlagen. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver werden vermischt und in die Eier-ZIMG_3733ucker-Öl-Mischung untergehoben. Dann werden die gewaschenen Beeren in den Teig gemengt und der Teig in eine zuvor gefettete Kuchenform gegeben. Bei 180°C wird der Kuchen etwa 50 Minuten gebacken und dann ist er auch schon fertig. (Man kann mit einem Holzstäbchen reinstechen. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig).

Lasst es Euch gut schmecken!

 

Polenta-Polka

Ich versuche wirklich, Polenta (Maisgrieß) lieb zu gewinnen, weil sie für mich einen etwas faden Beigeschmack hat und nach vielem Herumprobieren will ich heute zwei Rezepte mit Polenta posten, die wirklich gut geworden sind (den Rest meiner Polentaversuche verschweige ich lieber). Eigentlich ist es ein ganzes Polentamenü mit Haupt- und Nachspeise.

Das erste ist eine Polentapizza, weil hefefrei und man kann sie belegen, wie man will.

Hier einmal die Zutaten (für etwa 2 Personen):

1 kl Tasse (ca. 80g) Polenta
IMG_361330g Ziegenkäse (nicht stark gereift)
Öl
ein Bund Petersilie
eine halbe Zucchini
eine halbe Melanzani
2 Scheiben Schinken
eine viertel Stange Lauch
eine Kugel Mozarella
Gewürze (Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano)

Und so wirds gemacht:
die Polenta wird mit der 3fachen Menge Wasser aufgekocht und gerührt, bis sie fest wird. Salz und der geriebene Ziegenkäse werden darunter gemischt und die Polenta in eine Auflaufform gestrichen (ca. 1-2 cm hoch) und man wartet, bis sie erkaltet ist. Dann mit Öl bepinseln und etwa 20 Minuten im Ofen backen (ca. 180°C), bis sie goldgelb ist. In der Zwischenzeit mache ich Petersilienpesto, indem ich die Petersilie wasche, trockne und mit Salz, Pfeffer (wenn man will Knoblauch) und Öl mit dem Pürierstab püriere (es geht auch im Mörser). Dann schneide ich Zucchini, Melanzani, Schinken, Lauch und den Mozarella in Scheiben. Wenn die Polenta fertig gebacken ist, beschmiere ich sie mit dem Petersilienpesto, lege die Zutaten – zuletzt den Mozarella – drauf und bestreue das ganze mit Oregano und Basilikum und schiebe es bei 180°C für etwa 20-30 Minuten ins Backrohr, bis der Käse geschmolzen und braun geworden ist.

Die Polenta-Nachspeise ist ein Zitronenkuchen und hier sind die Zutaten für einen 2-Personen-Kuchen:

90g PolentaIMG_3615
30g Mehl
1TL Backpulver
3 EL Joghurt
3 EL Öl
1 Zitrone (Schale und Saft)
1 Ei
100g Zucker
1 Prise Salz

Die Polenta wird mit Mehl, Backpulver und der Prise Salz vermengt. Das Ei wird mit dem Zucker cremig gerührt und Joghurt, Zitronensaft, Zitronenschale und Öl dazu gegeben. Dann wird die Polenta-Mehl-Mischung untergehoben und in eine eingeölte Backform gegeben. Bei etwa 190°C wird der Kuchen im Backrohr gebacken. Der Kuchen geht nicht so stark auf und ist eher kompakt und nicht so locker-flockig, mir hat er aber sehr gut geschmeckt. Dazu passt auch der Rosmarinsirup vom letzten Mango-Blog sehr gut.

Lasst es Euch schmecken!

Alles Mango

Zuerst noch etwas in eigener Sache: weil mich schon einige gefragt haben, man kann diesem Blog natürlich auch folgen, was mich sehr freut! Wenn ihr rechts unten schaut, da gibts ein schwarzes Viereck, wo „Follow+“ steht. Einfach draufklicken und Emailadresse eingeben und schon werdet ihr verständigt, wenns einen neuen Eintrag gibt.

Weil ich Mango so gern mag, gibts heute jeweils ein Rezept für eine Hauptspeis und eine Nachspeis.

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Als Hauptspeise hab ich letztens süßscharfe Melanzani mit Mango, Huhn und Couscous gegessen und was soll ich sagen, es war natürlich echt gut!

Die Zutaten (für 2 Portionen):
1 Mango
1 Hühnerbrust (oder Fleisch vom Haxerl, wie ihr wollt)
1  große Melanzani
eine halbe Zwiebel
1 kleine Chilischote (oder mehr, wenn ihr es scharf wollt)
Salz und Pfeffer
1 kleine Tasse Couscous
Öl zum Braten

Zuerst schäle ich die Mango, entkerne sie und schneide das Fruchtfleisch in Würfel. Das Hühnerfleisch würfle ich ebenso und auch die Melanzani und die Zwiebel. Dann erhitze ich das Öl in einer Pfanne und brate die Zwiebel und die Melanzani an und geb Pfeffer und Salz dazu. Das Huhn brate ich in der Zwischenzeit in einer extra Pfanne und gebe auch Salz und Pfeffer dazu. Die Mangowürfel matsche ich ein wenig mit der Gabel und wenn die Melanzani schon braun und weich ist, gebe ich sie dazu zusammen mit der klein geschnittenen Chili (wer es nicht so scharf mag, kann ja die Samen rauskratzen). Wenn aus der Mango zu wenig Flüssigkeit kommt, dann geb ich auch noch ein wenig Wasser dazu und lasse alles zusammen nochmals aufkochen, bis es schön sämig ist. Dann werden die Hühnerstücke untergerührt und es ist fertig. Den Couscous koche ich zusammen im doppelt so viel Wasser, ein wenig Salz und – wer will – eine Blütengewürzmischnung auf (ich nehm das „Alles im Grünen“ von Sonnentor).
Das ganze geht natürlich ohne Huhn auch vegetarisch und schmeckt auch so wirklich sehr gut!

Und jetzt flugs zum süßen Teil dieses Eintrags, nämlich einem Mangokuchen, mit – und jetzt kommts – Rosmarinsirup.

Hier die Zutaten:

1 MangoIMG_3621
1 Zitrone
3 Eier
50ml Milch
200g Öl
200g Rohrzucker
350g Universalweizenmehl
2,5TL Backpulver

Für den Rosmarinsirup:

2 Zweige Rosmarin
5 EL Zucker
3 EL Wasser

Die Mango wird wieder geschält, entkernt und gewürfelt. Die Zitrone wird heiß gewaschen, die Schale abgerieben und der Saft rausgepresst.

Das Öl, der Zucker und die Limettenschale werden vermixt, dann die Eier einzeln dazu gegeben und weitergemixt. Das Mehl wird mit dem Backpulver vermischt und abwechselnd mit dem Zitronensaft und der Milch unter die Öl-Zucker-Eier-Mischung gemengt. Am Ende werden noch die Mangostücke untergehoben. Ich habe dann in eine Springform Backpapier gelegt, den Teig reingefüllt und bei Ober- und Unterhitze bei 180°C etwa 45 Minuten gebacken.

In der Zwischenzeit hab ich Wasser zusammen mit dem Rosmarin und dem Zucker aufgekocht, kurz unter Rühren köcheln lassen und mit einem Sieb den Sirup abgeseiht. Der fertige Kuchen wird abgekühlt und der Sirup darüber geträufelt und schon ist der Kuchen fertig.

Lasst es euch gut schmecken!