Gemüse, Gemüse

Hallo ihr lieben Kochenden,

es ist ja bekanntlich Sommer und endlich sind sie reif, Paprika, Kürbis, Zucchini, Zwiebel, Sellerie und wie sie alle heißen. Darum gibts heute ein schnelles und einfaches Gericht, wenn Ihr gerade nicht wisst, was Ihr mit Eurem vollen Kühlschrank anfangen sollt – nämlich Schmorgemüse mit Katofferl/Erdäpfel. Dazu braucht Ihr:

1 MelanzaniIMG_20140822_183902442_HDR
1 Zucchini
1 Zwiebel
1 roter Paprika
ein halber Kürbis
5 mittelgrosse, festkochende Kartoffel/Erdäpfel
125g Fetakäse
frische Gewürze: Rosmarin, Maggikraut (Liebstöckel), Petersilie, Salbei, Zitronenmelisse, Basilikum, Oregano
getrocknete Gewürze: Curry süss, Thymian
Salz, Pfeffer
Öl

Zuerst werden die Kartoffeln gewaschen, abgetrocknet und in Spalten geschnitten. Sie werden mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian gewürzt, mit Öl vermengt und ins Backrohr bei 200°C (Ober- und Unterhitze) gegeben. In der Zwischenzeit wird die Melanzani, Kürbis, Zucchini, Paprika, Zwiebel und Kürbis gewürfelt, auch in einer Auflaufform mit Öl vermengt, mit süssem Curry, Salz und Pfeffer gewürzt und für 15 bis 20 Minuten ins Rohr gegeben; dazwischen kann man kurz mit einem Löffel umrühren.

Der Käse wird in der Zwischenzeit auch gewürfelt, die frischen Gewürze werden klein geschnitten. Wenn das Gemüse und die Kartoffeln weich sind, werden sie aus dem Rohr genommen und das Gemüse mit dem Fetakäse und den restlichen, frischen Gewürzen vermengt und schon ist das leckere Essen fertig.

Lasst es Euch gut schmecken!

So schmeckt der Sommer

Meine liebe LeserInnenschaft,

jetzt hat mich der Sommer so beschäftigt, dass ich wirklich lange für einen neuen Beitrag gebraucht habe, aber nichts desto trotz hab ich immer fleißig gekocht und ein paar Rezepte will ich Euch heute vorstellen.

Zum einen, obwohl die Saison fast schon vorbei ist, ein paar Marillenrezepte und eins meiner schnellen Entdeckungen, wenn ich Hunger habe, nämlich Scones.

IMG_3987Das erste Rezept ist schnell erklärt, denn es ist dasselbe, wie es der Kirschenmichel war, nur hab ich die Kirschen durch Marillen (Aprikosen für meine deutsche LeserInnen) ersetzt, also ein Marillenscheiterhaufen. Hier gehts zum Rezept.

Das zweite Marillenrezept ist Marillenlikör. Der schmeckt wirklich wie eingemachter Sommer und

IMG_3994 wird Euch auch noch im Winter (wenn er solange hält) Freude bereiten. Vielen Dank an die liebe Doris, weil es eigentlich ihr Rezept ist.

Dazu braucht ihr:
2 kg Marillen
1 kg Zucker
1 l Korn
1 l Wasser

Die Marillen werden halbiert, entkernt, schlechte Stellen weggeschnitten und zusammen mit dem Zucker und dem Wasser aufgekocht und wenn alles schön weich ist, mit dem Rührstab fein püriert. Dann lasst ihr das ganze auskühlen und mischt dann den Liter Korn dazu und schon ist der Likör fertig und kann in Flaschen abgefüllt werden (die Flaschen sollten zuvor gewaschen und mit heißem Wasser oder Schnaps desinfiziert werden, passt auf, dass oben der Verschluss sauber bleibt). Ich trink ihn gern mit Eiswürfel.

Als letztes will ich Euch Rezepte für zweierlei Scones vorstellen.

Das erste sind Grammel-Scones und dazu benötigt ihr:IMG_3991

250g Mehl
55g Öl
100ml Milch
2 EL Grammeln
1 Pkg Backpulver
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Die Grammeln werden grob gehackt und mit dem Mehl und dem Backpulver vermischt. Dann werden Öl, Milch und die Gewürze zugegeben und mit einem Löffel vermischt. Der Teig wird ausgebreitet und mit einem Ausstecher werden kleine Scones geformt  und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben (ich habe es diesmal einfach mit einem Löffel aufs Backblecht gegeben). Die Scones werden bei 160°C bei Ober-und Unterhitze für etwa 15 Minuten gebacken.

Das andere Rezept ist für Schnittlauch-Ziegenkäse-Scones. Die Zutaten sind:

250g Mehl
55g Öl
100ml Milch
2 EL geschnittener Schnittlauch
1 Pkg Backpulver
75g geriebener Ziegenkäse
Salz und Pfeffer

Auch hier werden zunächst, Mehl, Backpulver und der geriebene Ziegenkäse vermischt, dann werden Milch, Öl und die Gewürze zugegeben. Alles wird mit einem Löffel vermischt und die Scones auf einem mit Backpapier ausgekleideten Backblech geformt. Die Scones werden bei 160°C Ober- und Unterhitze für etwa 15 Minuten gebacken.

Und weils so gut dazu passt, hier noch ein Dip-Rezept für einen Radieschen-Kren-Dip.

Dazu werden 3 Radieschen fein gerieben und zusammen mit 1 TL Kren (Meerrettich) und 4 EL Joghurt vermischt. Das ganze wird dann noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und schon ist es fertig!

Lasst es Euch gut schmecken und einen schönen Sommer noch!

Brot macht Wangen rot

Heute gibts ein sommerliches, selbst gemachtes Brot. Es geht schnell, leicht und ist super, wenn ihr vergessen habt einzukaufen oder Lust auf ein Pitabrot habt, aber grad keines zu kriegen ist.

Und so gehts:

Ihr benötigt für 4 Brote:

250g MehlIMG_3978
etwa 125ml Wasser
eine halbe Packung Backpulver
eine Prise Salz
Öl für die Pfanne

für die Füllung:
Ziegenfrischkäse
1 kleine Zucchini
1 kleine Fenchelknolle
2 Jungzwiebel
ein halber roter Paprika
Rucola
Schinken oder anderes Fleisch, wenn ihr wollt
1 TL Ayvar
Gewürze (Salz, Pfeffer, Pfefferminze, Oregano, Basilikum, Thymian)

Zuerst wird das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz vermischt und ein wenig Wasser zugegeben. Dann fängt man an zu kneten und gibt weiter so viel Wasser hinzu, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, an dem nichts festklebt.

Dann wird das Gemüse klein geschnitten, Zucchini, Fenchel, Jungzwiebel und Paprika in Öl angebraten, mit dem Ayvar und den Gewürzen abgeschmeckt. Das Gemüse wird aus der Pfanne genommen, die Pfanne mit einem Tuch gereinigt und wieder Öl erhitzt. Der Brotteig wird in 4 gleiche Teile geteilt, jedes Stück nochmals durchgeknetet, flach gedrückt und in der Pfanne angebraten. Der Teig geht auf und wird leicht braun. Nach kurzer Zeit dreht man das Brot um und brät es auch auf der anderen Seite an. Dann wird es aufgeschnitten (auch um zu sehen, ob es schon durch ist) und mit dem Gemüseragout gefüllt. Nochmals wird es von beiden Seiten kurz angebraten, aus der Pfanne genommen, mit dem zuvor gewaschenen Rucola, gewürfelten Ziegenfrischkäse und dem Schinken oder (in meinem Fall übrig gebliebenen) in Streifen geschnittenen Kotelett gefüllt und schon ist es fertig!

Es ist wirklich erstaunlich gut und erinnert an Urlaub! Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man das am Griller macht. Wenn Ihr es probieren solltet, gebt bescheid, wie es war!

Mahlzeit!

 

Kirsch me up, before you go go

Hello liebe LeserInnenschaft,

es ist Juni und da gibts die fruchtig frischen, lecker knackigen Junikirschen. Daher werd ich heute mal 3 Rezepte vorstellen, was man so aus Kirschen machen kann.

Das erste ist der Kirschenmichel, quasi ein Scheiterhaufen mit Kirschen. Und so wirds gemacht:

Ihr benötigt:

etwa 20 KirschenIMG_3960
3 Eier
Brot (etwa 4 Scheiben; es kann auch gut altes Brot verwendet werden, bevor ihr es wegschmeisst)
5 EL Milch
80g Topfen
3 EL Öl
6 EL Kristallzucker
1 EL Holunderknusperzucker zum Bestreuen

Zunächst wird das Brot in Würfel geschnitten, die Auflaufform damit ausgelegt und das Brot mit Milch aufgeweicht (gerade soviel dazu geben, dass das Brot aufgeweicht ist aber nicht viel Milch herumschwimmt). Dann werden die Eier getrennt und das Eiweiß zu Schnee geschlagen. Die Eigelbe werden zusammen mit dem Öl und Zucker schaumig geschlagen und der Topfen untergemischt. Dann wird der Eischnee vorsichtig untergehoben und auf das Brot in der Auflaufform verteilt. Die Kirschen werden entkernt und halbiert und darauf verteilt (Ich hab mir einen Kirschentkerner gekauft. Der kostet etwa 10EUR und ist wirklich jeden Cent wert!). Der Kirschenmichel kommt dann für etwa 40 Minuten bei 160°C (Ober- und Unterhitze) ins Rohr und wenn er schön braun und aufgegangen ist, ist er fertig. Noch heiß bestreu ich ihn mit dem Holunderknusperzucker. Wie der gemacht wird, könnt ihr hier nachlesen.

Mein zweites Rezept ist Kirschmarmelade mit Apfelpektin (statt Gelierzucker). Die geht wirklich einfach und zwar folgendermaßen:

IMG_3974500g Kirschen werden mit 200g Zucker aufgekocht. Dann wird der Topf von der Kochstelle genommen und 50g Zucker, vermischt mit 10g Apfelpektin, werden unter die Kirschen gemischt und gut verrührt. Dann wird der Topf wieder auf den Herd gestellt und die Marmelade wird für etwa 5 Minuten aufgekocht. Wenn ihr einen Patzen Marmelade auf einen kalten Porzellanteller gebt und er geliert, ist die Marmelade fertig. Wenn ihr gerne Fruchtstücke in der Marmelade habt, reicht, wenn ihr sie mit dem Kartoffelstampfer etwas püriert. Solltet ihr sie lieber ohne Fruchtstücke mögen, müsst ihr sie entweder mit einem Stabmixer pürieren oder durch ein feines Sieb streichen. Sie wird noch heiß in ein sauberes/ausgekochtes Glas gefüllt (der Rand muss sauber bleiben) und gut verschlossen. So hält sich die Marmelade bis zu einem Jahr.

Das dritte Rezept sind eingelegte, beschwipste Kirschen, damit Ihr auch im Winter IMG_3975was davon habt. Dazu werden die Kirschen entkernt, gewaschen und in ein Glas geschichtet. Dann gibt man  2 Nelken, 2 Streifen einer Zitronenschale (Zitrone abwaschen und die Zitronenschale mit dem Messer dünn abschneiden, dabei schauen, dass das Weiße der Schale nicht mitkommt) hinzu, 3 EL Zucker werden darüber gestreut und alles mit Kirschschnaps aufgefüllt.

Das Glas wird in einen Topf mit Wasser gestellt und der Topf erhitzt, bis das Wasser knapp vor dem Kochen ist. So wird das Glas dann für etwa 40 Minuten erhitzt. Dann wird es ausgekühlt und sollte so auch etwa 1 Jahr in der Vorratskammer halten.

Spargel is in town

Hello, liebe LeserInnenschaft,

fast ist ja schon die Spargelzeit vorbei, aber weil ich leider anderweitig beschäftigt war, komm ich erst jetzt dazu, meine Spargelvariationen vorzustellen. Vielleicht habt ihr ja noch einen übrig und fragt euch, was ihr wohl damit machen sollt. Hier gibts heute sogar 3!!! Vorschläge. Das entschädigt dann auch für die längere Wartezeit.

Das erste ist schnell erklärt, es handelt sich um ein Spargelomelett. Dazu braucht Ihr (für eine Portion):

3 Stangen grüner Spargel IMG_3943
2 Eier
Gewürze (Salz, Pfeffer, frische Petersilie)
Ziegenkäse (wenn ihr wollt)
Öl für die Pfanne

Zunächst werden die Eier aufgeschlagen und verquirlt. Dann werden die Gewürze dazu gegeben. Beim grünen Spargel werden die unteren Enden abgeschnitten und – wenn er ein wenig holzig ist – an den holzigen Stellen geschält und in Stücke geschnitten. Dann brät man die Spargelstücke in der Pfanne kurz an, nimmt sie aus der Pfanne, leert die Eier-Gewürz-Mischung rein und wartet, bis sie ein wenig stockt, bis man auch den Spargel darauf verteilt. Wenn ihr wollt, könnt ihr nach etwa 1 Minute anbraten auch Käse darüber reiben. Dann wird die Pfanne in das mit 200°C vorgeheizte Backrohr gegeben und das Omelett darin gebraten, bis der Käse schön geschmolzen ist, und schon ist das Meisterwerk für den schnellen Hunger auch schon fertig!

Mein nächstes Rezept ist ein Spargelrisotto. Die Zutaten sind (für 2 Portionen):

1 kleine Tasse RisottoreisIMG_3941
4 Stangen grüner Spargel
1 Frühlingszwiebel
0,5l Gemüsebrühe
Ziegenkäse
Salz
Pfeffer

Der Spargel wird wie beim Omelett, wenn nötig geschält und die unteren Enden abgeschnitten und in Stücke geschnitten. Die Frühlingszwiebel wird auch klein geschnitten und zusammen mit dem Reis kurz in Öl angeröstet. Dann wird der Spargel dazu gegeben, jedoch nicht die Spargelspitzen! Das ganze weiter kurz anbraten und dann wird ein Schöpfer Gemüsebrühe zugegeben und fleißig gerührt. Wenn die Flüssigkeit aufgesogen ist wird ein weiterer Schöpflöffel zugegeben, und so weiter. Wenn ihr denkt, jetzt fehlt nur noch ein Löffel, weil der Reis eigentlich schon so gut wie weich ist, dann gebt ihr auch die Spargelspitzen dazu. Den letzten Löffel Gemüsebrühe zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und wenn die Flüssigkeit aufgesogen ist und der Reis weich, dann wird noch der Käse darüber gerieben. Am Besten lässt man das Risotto noch einige Minuten ziehen und schon ist es fertig!

Als letztes Rezept gibts einen Spargel-Gemüse-Quinoa-Salat. Der eignet sich gut zum Mitnehmen, geht schnell und schmeckt auch sehr gut. Ihr benötigt (für 2-3 Portionen):

IMG_39481 kleine Tasse Quinoa
3 weiße Spargelstangen
2 Radieschen
2 Karotten
1 Frühlingszwiebel
eine halbe Zucchini
Petersilie
Salz, Pfeffer
Basilikum
Oregano
Saft einer halben Zitrone
Öl

Der Quinoa wird in einem Sieb mit heissem Wasser gewaschen und mit 2 Tassen Wasser etwa 5 Minuten lang gekocht und weitere 5 Minuten sollte er aufquellen.
Inzwischen wird das Gemüse klein geschnitten, wobei der Spargel geschält und die Enden abgeschnitten werden. Spargel, Zwiebel und Zucchini werden in einer Pfanne kurz angebraten.
Das gebratene und rohe Gemüse, die Gewürze, der Quinoa, etwa ein EL Öl und der Zitronensaft werden miteinander vermengt. Der Salat sollte noch etwa 10 Minuten durchziehen, ehe er gegessen oder serviert wird.

Guten Appetit und viel Spaß mit dem Spargel!

Holler up your life!

Es blühen wieder die Holunderbüsche, endlich. Und da hab ich dann auch 2 Rezepte gefunden, ausprobiert und will sie Euch gern weitersagen, weil sie so super sind.

Das erste Rezept ist für die Herstellung von Holunderblütensirup. Dazu braucht Ihr (für ca. 2 Liter):

10 Holunderblütendolden IMG_3937
1l Wasser
1,5kg Zucker
1 Zitrone (in Scheiben geschnitten)
30g Zitronensäure

Die Dolden werden von Schmutz befreit (nicht abgewaschen) und die dicken Stängel entfernt. In einem großen Topf wird das Wasser aufgekocht und der Zucker (ich verwende Rohrzucker, weil ich Rübenzucker zur Zeit meiden soll) darin aufgelöst. Dann nehmt Ihr den Topf vom Herd, gebt die restlichen Zutaten dazu und lasst alles abgedeckt (über Nacht) abkühlen. Anschließend stellt Ihr den Topf an einen kühlen Ort (ich stell ihn in den Kühlschrank), lasst ihn dort für 4 Tage und rührt täglich einmal um. Zuletzt wird der Sirup gefiltert (mit einem Geschirrtuch oder einem feinen Sieb), nochmals aufgekocht, noch heiß in zuvor sterilisierte Flaschen abgefüllt und fest verschlossen. Wichtig dabei ist, dass Ihr sehr sauber arbeitet (also keine Kleckse am Flaschenhals), dadurch hält der Sirup in den Flaschen sicher ein halbes Jahr. Mir schmeckt der Sirup am besten mit Minze und Zitrone als Sommergetränk (oder als Kaiserspritzer), Ihr könnt ihn aber auch zum Kochen und Süßen verwenden.

Das zweite Rezept ist Holunderblütenzucker. Den kann man wie Vanillezucker fürs Kochen benutzen. Und so wirds gemacht (für 1kg Zucker):IMG_3936

Von etwa 10 Dolden werden die Blüten abgestreift (es darf kein grüner Stängel mehr dran sein). Die Hälfte der Blüten werden mit einem halben Kilo Kristallzucker (auch hier benutze ich Rohrzucker) vermischt und mit der Küchenmaschine oder dem Stabmixer zerkleinert. Dann werden die restlichen Blüten und noch ein halber Kilo Zucker dazugemischt und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausgebreitet. Die Mischung wird bei 50°C etwa 2 Stunden getrocknet. Dabei sollten mit den Fingern oder einem Löffel die entstandenen Klumpen immer wieder gelöst werden. Wenn der Zucker getrocknet ist, kann das Backrohr abgedreht werden und der Zucker kann im Backrohr abkühlen (evtl. einen Kochlöffel in die Tür des Backrohrs stecken). Der fertige Holunderzucker wird am besten in einem luftdicht verschlossenen Glas aufbewahrt.

Ich hoffe, es taugt Euch!

Rhababer-Zeit!

Es ist Mai und somit Rhabarberzeit. Mir schmecken die erfrischenden Stängel recht und weils halt auch zur Jahreszeit passt, hab ich hier zwei – wie ich finde – sehr gute Rezepte, die auch Euch den Rhabarber zum Freund machen werden (wenn er es nicht schon längst ist!).

Das erste Rezept ist ein Rhabarber-Zitronenmelisse-Muffin mit Ahornsirup. Muffins hab ich überhaupt für mich entdeckt, weil sie so schnell und einfach zuzubereiten sind und es viele Variationen gibt. Aber genug davon, so wirds gemacht:

Rhabarbermuffin2Man benötigt (für 12 Stück):

1 Muffinform (ich hab Silikonformen, das geht ganz gut)
190g Mehl (universal)
1 TL Backpulver
60ml Öl
1 Ei
120ml Milch
70g Zucker
2 Stangen Rhabarber
3 Stängel Zitronenmelisse
Ahornsirup

 

Mehl, Backpulver und Zucker werden miteinander vermischt, ebenso wird das Ei mit der Milch verquirlt und das Öl zugegeben. Dann werden beide Mischungen miteinander zusammen geschüttet und mit einem Löffel grob verrührt. Der Rhabarber wird geschält und in Stücke geschnitten, die Blätter der Zitronenmelisse abgewaschen und in kleine Stücke gezupft und beide – Rhabarber und Melisse – werden in den Teig gemischt. Der Teig wird in die Muffinformen gefüllt und diese kommen für etwa 20 Minuten bei 200°C Ober- und Unterhitze in den Ofen (wenn ihr beschichtete Formen oder Silikonformen benutzt, müsst ihr sie nicht einölen, bevor ihr den Teig einfüllt, sonst muss das schon gemacht werden).

Wenn sie schön aufgegangen und braun sind, dann sind sie fertig. Die Muffins werden aus der Form genommen und vor dem Servieren mit Ahornsirup beträufelt!

Und mit Schwung gehts auch schon zum zweiten Rezept – selbstgemachte Rhabarber-Himbeer-Marmelade. Viele kaufen die ja, obwohl es wirklich einfach ist, Marmelade selbst zu machen. Jetzt fängt draußen alles an zu sprießen und da bietet es sich an, ein paar Gläser Marmelade für später einzukochen. Und hier ist das Rezept:

Ihr benötigt:IMG_3899

500g Rhabarber (geschält und in Stücke geschnitten)
100g Himbeeren
250g Zucker
12g Pektin
Zitronensaft einer halben Zitrone

Der Rhabarber und die Himbeeren werden mit dem Zucker und dem Zitronensaft unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht, dann wird das Pektin zugegeben und weiter etwa 10 Minuten kochen gelassen. Dann zerstampfe ich das ganze mit einem Kartoffelstampfer, weil ich gerne noch kleine Stückchen und auch Himbeerkerne in der Marmelade habe. Wenn Ihr das nicht wollt, müsst ihr die Marmelade durch ein feines Sieb streichen. Ich mache auch immer sicherheitshalber die Gelierprobe: ich gebe einen kleinen Patzen Marmelade auf einen Keramikteller. Wenn die Marmelade geliert, d.h. fest wird, dann ist sie fertig.

Ich gebe die heiße Marmelade in zuvor mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser, wische die Ränder gut mit einem sauberen Tuch ab, verschließe sie fest und stelle sie für 10 Minuten auf den Kopf. Dann dreh ich sie wieder um und schon hab ich fertige Marmelade, die, wenn man sauber gearbeitet hat, gut ein Jahr in den Gläsern hält. Ich hoffe, Euch schmeckts so gut wie mir!