So schmeckt der Sommer

Meine liebe LeserInnenschaft,

jetzt hat mich der Sommer so beschäftigt, dass ich wirklich lange für einen neuen Beitrag gebraucht habe, aber nichts desto trotz hab ich immer fleißig gekocht und ein paar Rezepte will ich Euch heute vorstellen.

Zum einen, obwohl die Saison fast schon vorbei ist, ein paar Marillenrezepte und eins meiner schnellen Entdeckungen, wenn ich Hunger habe, nämlich Scones.

IMG_3987Das erste Rezept ist schnell erklärt, denn es ist dasselbe, wie es der Kirschenmichel war, nur hab ich die Kirschen durch Marillen (Aprikosen für meine deutsche LeserInnen) ersetzt, also ein Marillenscheiterhaufen. Hier gehts zum Rezept.

Das zweite Marillenrezept ist Marillenlikör. Der schmeckt wirklich wie eingemachter Sommer und

IMG_3994 wird Euch auch noch im Winter (wenn er solange hält) Freude bereiten. Vielen Dank an die liebe Doris, weil es eigentlich ihr Rezept ist.

Dazu braucht ihr:
2 kg Marillen
1 kg Zucker
1 l Korn
1 l Wasser

Die Marillen werden halbiert, entkernt, schlechte Stellen weggeschnitten und zusammen mit dem Zucker und dem Wasser aufgekocht und wenn alles schön weich ist, mit dem Rührstab fein püriert. Dann lasst ihr das ganze auskühlen und mischt dann den Liter Korn dazu und schon ist der Likör fertig und kann in Flaschen abgefüllt werden (die Flaschen sollten zuvor gewaschen und mit heißem Wasser oder Schnaps desinfiziert werden, passt auf, dass oben der Verschluss sauber bleibt). Ich trink ihn gern mit Eiswürfel.

Als letztes will ich Euch Rezepte für zweierlei Scones vorstellen.

Das erste sind Grammel-Scones und dazu benötigt ihr:IMG_3991

250g Mehl
55g Öl
100ml Milch
2 EL Grammeln
1 Pkg Backpulver
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

Die Grammeln werden grob gehackt und mit dem Mehl und dem Backpulver vermischt. Dann werden Öl, Milch und die Gewürze zugegeben und mit einem Löffel vermischt. Der Teig wird ausgebreitet und mit einem Ausstecher werden kleine Scones geformt  und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben (ich habe es diesmal einfach mit einem Löffel aufs Backblecht gegeben). Die Scones werden bei 160°C bei Ober-und Unterhitze für etwa 15 Minuten gebacken.

Das andere Rezept ist für Schnittlauch-Ziegenkäse-Scones. Die Zutaten sind:

250g Mehl
55g Öl
100ml Milch
2 EL geschnittener Schnittlauch
1 Pkg Backpulver
75g geriebener Ziegenkäse
Salz und Pfeffer

Auch hier werden zunächst, Mehl, Backpulver und der geriebene Ziegenkäse vermischt, dann werden Milch, Öl und die Gewürze zugegeben. Alles wird mit einem Löffel vermischt und die Scones auf einem mit Backpapier ausgekleideten Backblech geformt. Die Scones werden bei 160°C Ober- und Unterhitze für etwa 15 Minuten gebacken.

Und weils so gut dazu passt, hier noch ein Dip-Rezept für einen Radieschen-Kren-Dip.

Dazu werden 3 Radieschen fein gerieben und zusammen mit 1 TL Kren (Meerrettich) und 4 EL Joghurt vermischt. Das ganze wird dann noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und schon ist es fertig!

Lasst es Euch gut schmecken und einen schönen Sommer noch!

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Holler up your life!

Es blühen wieder die Holunderbüsche, endlich. Und da hab ich dann auch 2 Rezepte gefunden, ausprobiert und will sie Euch gern weitersagen, weil sie so super sind.

Das erste Rezept ist für die Herstellung von Holunderblütensirup. Dazu braucht Ihr (für ca. 2 Liter):

10 Holunderblütendolden IMG_3937
1l Wasser
1,5kg Zucker
1 Zitrone (in Scheiben geschnitten)
30g Zitronensäure

Die Dolden werden von Schmutz befreit (nicht abgewaschen) und die dicken Stängel entfernt. In einem großen Topf wird das Wasser aufgekocht und der Zucker (ich verwende Rohrzucker, weil ich Rübenzucker zur Zeit meiden soll) darin aufgelöst. Dann nehmt Ihr den Topf vom Herd, gebt die restlichen Zutaten dazu und lasst alles abgedeckt (über Nacht) abkühlen. Anschließend stellt Ihr den Topf an einen kühlen Ort (ich stell ihn in den Kühlschrank), lasst ihn dort für 4 Tage und rührt täglich einmal um. Zuletzt wird der Sirup gefiltert (mit einem Geschirrtuch oder einem feinen Sieb), nochmals aufgekocht, noch heiß in zuvor sterilisierte Flaschen abgefüllt und fest verschlossen. Wichtig dabei ist, dass Ihr sehr sauber arbeitet (also keine Kleckse am Flaschenhals), dadurch hält der Sirup in den Flaschen sicher ein halbes Jahr. Mir schmeckt der Sirup am besten mit Minze und Zitrone als Sommergetränk (oder als Kaiserspritzer), Ihr könnt ihn aber auch zum Kochen und Süßen verwenden.

Das zweite Rezept ist Holunderblütenzucker. Den kann man wie Vanillezucker fürs Kochen benutzen. Und so wirds gemacht (für 1kg Zucker):IMG_3936

Von etwa 10 Dolden werden die Blüten abgestreift (es darf kein grüner Stängel mehr dran sein). Die Hälfte der Blüten werden mit einem halben Kilo Kristallzucker (auch hier benutze ich Rohrzucker) vermischt und mit der Küchenmaschine oder dem Stabmixer zerkleinert. Dann werden die restlichen Blüten und noch ein halber Kilo Zucker dazugemischt und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausgebreitet. Die Mischung wird bei 50°C etwa 2 Stunden getrocknet. Dabei sollten mit den Fingern oder einem Löffel die entstandenen Klumpen immer wieder gelöst werden. Wenn der Zucker getrocknet ist, kann das Backrohr abgedreht werden und der Zucker kann im Backrohr abkühlen (evtl. einen Kochlöffel in die Tür des Backrohrs stecken). Der fertige Holunderzucker wird am besten in einem luftdicht verschlossenen Glas aufbewahrt.

Ich hoffe, es taugt Euch!